Der Bereich ‚östliche Drachenfelsstraße / Talstation' ist als Ankommsituation, Einstieg in das Siebengebirge und den Weg auf den Drachenfels von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Tourismusstandortes Königswinter-Drachenfels. Die städtebauliche Neuordnung dieses Bereiches inklusive der Aufwertung des öffentlichen Raumes ist ein Leitprojekt und damit wichtiger Baustein innerhalb der :gesamtperspektive Königswinter_Drachenfels. Der Bereich nimmt neben den Tourismusachsen in der Altstadt (Rheinanleger bis Talstation und Bahnhofsstraße bis Lemmerzbad) die wichtigste Verteilerfunktion in der Altstadt ein. Er ist Ausgangs- und Endpunkt von Ausflügen und Wanderungen sowohl für die Anwohner als auch für die Touristen.

Im Zeitraum 2007 bis Ende 2009 fand ein 2-stufiges Investorenauswahlverfahren statt, über das für diesen Bereich eine städtebauliche Neuordnung gefunden werden sollte. In der ersten Stufe des Verfahrens sollten nach Bekanntmachung mit der Situation vor Ort mehrere Teams aus Investoren und Stadtplanern/Architekten sowie Ingenieuren/Verkehrsplanern ein städtebauliches Konzept zur räumlichen und funktionalen Gliederung erarbeiten. Die unterschiedlichen Entwürfe wurden dann zwischen den Teilnehmern, der Stadt Königswinter und einer unabhängigen Jury diskutiert. Ziel der ersten Verfahrensstufe war es, städtebauliche und nutzungsbezogene Eckpunkte für die weitere Entwicklung des Raumes festzulegen. Die Ergebnisse der ersten Phase bildeten die Grundlage für die zweite Stufe des Verfahrens. Aus der ersten Stufe leiteten sich u.a. die Definition und Abgrenzung der Baufelder, gewünschte Geschossigkeiten/Baumassen, Aussagen zur Raumkantenbildung, die Einbindung der Bahnunterführung, die gewünschten Nutzungen etc. ab, die in einem rahmensetzenden städtebaulichen Leitplan zusammengefasst werden.

Der städtebauliche Rahmen und die unterschiedlichen Baufelder wurden dann durch konkrete architektonische Entwürfe in der zweiten Wettbewerbsstufe ausgefüllt. Die zweite Stufe diente der Entwicklung konkurrierender Hochbauentwürfe für die Baufelder und der Abgabe von Angeboten zum Erwerb der zu entwickelnden Grundstücke. Das Ergebnis der abschließenden Jurysitzung bildete die Grundlage für die weiteren Verhandlungen zwischen der Stadt Königswinter als Flächeneigentümer und dem ausgewählten Investoren-/Planerteam.

Die Jurysitzung im Mai 2008 ermittelte folgende Preisträger:



Durch die Jury wurde empfohlen, die beiden Verfasser des ersten Ranges zu einem weiteren Dialog aufzufordern. Im Sommer des Jahres 2008 fanden sodann diverse Gespräche zur Präzisierung der Entwürfe und Nutzungskonzepte statt. Über zuvor festgelegte Kriterien wurde einer der beiden Teilnehmer für Verhandlungen über einen städtebaulichen Vertrag ermittelt. Aufgrund des Ratsbeschlusses am 10.11.2008 wurden die weiteren Verhandlungen mit dem Investoren- und Architektenteam Paschertz GmbH und HJP Planer geführt.

Zum aktuellen Stand des Verfahrens erfahren Sie hier mehr.